Stimulus-Response-Compatibility : SRC ist ein klassisches Problem
* hochkompatible
* inkompatible & nicht-kompatible Aufgaben
Werden hohe Kompatibilitäts-Effekte erzielt, bestehen Übereinstimmungen zwischen Stimulus und Response, und es werden automatische Response-Aktivitäten hervorgerufen
Es wird postuliert, daß diese Beziehung auf Gemeinsamkeiten, Gleichheiten oder Korrespondenzen der Ensemble-Sets basiert
Diese Beziehung wird als „Dimensional Overlap" (DO) bezeichnet, es überlappen sich also Elemente des Stimulus, die ebenfalls im Reaktionsmuster enthalten sind.
SRC Effekte
* Mapping
* irrelevente Dimensionen
* Anzahl der Reaktions-Alternativen
Ursprüngliche Ausrichtung auf räumliche, symbolische, sensomotorische oder semantische Aufgaben.
Neue Sichtweise: gemeinschaftliche kognitive Mechanismen
SRC sei also ein prozessual determiniertes Modell
SRC bezieht sich darauf, daß einige Aufgaben leichter sind, als andere, weil das Stimuli-Response-Set variiert bzw. wie S-R kombiniert werden.
Beispiel: eine einzelne Zahl kann mit ihrem Namen leichter kombiniert werden, als mit dem Namen einer Stadt oder Person.
Weiterhin ist es schwieriger, eine Zahl mit einem anderen Zahlwort zu kombinieren, als mit dem Zahlwort für diese Zahl bzw. für eine Stadt.
Dimensional overlap model
set level compatibility
Kongruenz., Passung (match) und Korrespondenz zwischen den Dimensionen der Stimuli und Responses in „Sets"
set-level-determinante= dimensional overlap
element level compatibility
individuelle Stimulus und Response-Elemente
element-level-determinante= mapping zwischen Stimulus und Response
Kategorie , informell: Gruppierung
Kategorie formell: relationales System , Set von Items in Beziehung und Operationen, welche eine Struktur definieren, dabei Dimensionen und Attribute berücksichtigen
Mapping:
Zuordnungsmodell zwischen relationalen Systemen: homomorph
>>notwendig für dimensional overlap
je größer das homomorphe mapping, umso größer der dimensional overlap
One-to-One-Zuordnung: isomorph
Überlappungs-Dimensionen sind erlernt
Mapping bezeichnet die Kennzeichnung eines Reizes/Responses auf einen Stimulus
Wenn der erwartete response auf einen Stimulus dem Erwartungswert (..) entspricht, ist der Prozess valide und führt zu Ergebnissen.= >>congruent mapping =>> es entsteht „Erleichterung" (bei der Vp)
Differiert der aktiverte response vom Erwartungs-response, entstehen „Kosten" (negative Ergebnisse) =>> incongruent mapping / führt zu Interferenz = Störung =>> längerer Identifizierungszeit, evtl sogar Abbruch der Reaktion
Ohne dimensional overlap hat mapping keine Auswirkungen (map1 = map 2 = map 3 usw).
dimensional overlap ist Voraussetzung, um mapping effects beobachten zu können
Automatic
Schneider, Dumas,Shiffrin (1984)
Gesetz 1
jeder Prozess, der keine unspezifischen Ablaufressourcen nutzt, und der nicht die unspezifische Prozesskapazität reduziert, wird als „automatisch" bezeichnet
Gesetz 2
jeder Prozess, der Ressourcenbedarf aufgrund von Input hervorruft, ist, unabhängig vom Versuch des Subjektes, die Ablenkung zu ignorieren, automatisch
3 Levels der Automatic nach Treisman (1984) : stark / partiell / gelegentlich
wobei diese Levels sich auf die automatisierten Aufmerksamkeits-Interaktionen
(Hinweis auf Aufmerksamkeit vs. Kapazität oder Ressourcen)
Automatische Handlungsprozesse werden ohne Intention des Handelnden durchgeführt und können auch nicht gestoppt werden. Gegensatz dazu: kontrollierter Prozess
Unter bestimmten Bedingungen können automatische Prozesse selbstbeobachtet werden, jedoch gibt es keine Bedingungen, unter welchen automatische Prozesse ignoriert oder umgangen werden können.
Automatic umfaßt nicht die gesamte Handlung, sondern nur einen Teil davon.
Automatic führt die Aktivation zum congruent response
Dies wiederum kann nur bei Vorliegen eines dimensional overlap (DO) überhaupt der Fall sein, ohne DO kommt es nicht zu diesem Prozess
Mapping effect als Kompatibilitätsmaßstab
schnellste RT (response time) bei DO und congruent mapping Bedingung
langsamste RT bei mapping Bedingungen, die die Verwendung einer Regel inkludieren, und welche die Suche nach der „passenden" S-R-Paarung bis zum response erfordern
Irrelevante Dimensionen
Bei Vorliegen mehrerer potentiell zu variierender Dimensionen kann jede einzelne mit dem response korreliert sein.
Sind beide Dimensionen korreliert, bezeichnet man das als redundant, weil der response auch auf Basis nur einer Stimulusinformation erfolgen kann
Ist eine Dimension korreliert, ist dieses die relevante, die andere Dimension ist die irrelevante
Überlappung eines irrelevanten Stimulus mit einer response dimension führt zu einem mapping effect, der eine der relevanten Dimension äquivalente Ausprägung hat
Die Ergebnisse wäre also aufgrund der mapping effects identisch, obgleich die Dimension relevant/irrelevant ist
Interaktion des SRC und der Anzahl der Alternativen
RT nimmt mit der Anzahl der Alternativen zu, bei steigender Kompatibilität nimmt die Funktionskurve dennoch ab
Training
starke Verbindung zwischen Training (consistent mapping) und automatic response
dennoch scheint es so zu sein, daß selbst natürliche Kategorien in Aufgaben genauso trainiert werden mußten, wie nichtkategoriale Items.
Im Rahmen des SRC-paradigmas sind demzufolge solche Bedenken wohl unbegründet
Studie von Mowbraiy & Rhoades (1959)
Vp führte 45.000 (!) Versuchsdurchgänge eines 2 bzw. 4-Wahl-Versuches durch
Zwischen dem 2-Wahl - und dem 4-Wahl-Versuch bestand ein anfänglicher Unterschied (was standardmäßig festgestellt wird)
Nach 15.000 Versuchen in der 2-Wahl-Aufgabe und 30.000 Versuchen in der 4-Wahl-Aufgabe konnte kein meßbarer Unterschied mehr zwischen den Responses festgestellt werden.
Dies widerspricht der Annahme (Ergebnissen), daß die RT mit zunehmenden Alternativen zunimmt.
repliziert von Leonard (1959) mittels taktiler Stimuli
Gründe und Annahmen hieraus uneinheitlich, spekulativ
Taxonomie von S-R-Ensembles und SRC Effekten
es werden im Originaltext ausführlich die unterschiedlichen
Ensemble-Modelle taxonomisch variiert
/hier ist eine verkürzte Version nicht erforderlich;
Diese ausführlichen Ausführungen sind kaum verkürzbar und daher nötigenfalls im Originaltext nachzulesen
Zurück zur
Uni-Verzeichnisseite