Seite 1 des Fragenkataloges; Antworten zu den Fragen 1-65
Stand: Juni 1998
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Psychophysiologie studiert Zusammenhänge zwischen Physiologie
und Verhalten an Menschen
Hauptfragestellung: Was sind die physiologischen Begleitprozesse psychischer
Veränderungen
Untersuchungstechniken sind nichtinvasiv
* einem Männchen wird ein Weibchen präsentiert ---> Veränderung
des Hormonspiegels
* visueller Reiz---> elektrische Gehirnaktivität
* Verhaltenseinübung --->anatomische Veränderungen an den
Nervenzellen
Physiopsychologie untersucht psychologische Folgen physiologischer
Eingriffe
* primär am biologischen Substrat (chirurgisch, elektrisch,chemisch)
1.
Psychophysiologie
2. Biologische Psychologie
3. Neuropsychologie - untersucht Verhaltensänderungen am geschädigten
Gehirn
4. Psychopharmakologie - Effekte von Pharmaka auf Gehirn und Verhalten,
liefert biochemische Erklärungen
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Frage 3
Frage 4 (nächste)
Untersucht werden Zusammenhänge zwischen somatischen Variablen
und Variablen auf der Verhaltensebene
* Gehirngröße <--->
Lernergebnisse (oder Intelligenz)
* hormonelles Niveau <--->
Intensität oder Veränderungen des Paarungsverhaltens
Monistische Theorien gehen von einer EINHEIT zwischen Leib und
Seele aus
* Mentalismus (Berkeley): nur
das Geistige existiert, die materielle Welt existiert nur im Bewußtsein
des Menschen (oder
Gottes)
* Materialismus : Es existiert keine
Seele, nur die materielle Welt existiert. Das Psychische existiert nicht,
oder ist ein
letztlich überflüssiges
Nebenprodukt des Materiellen.
* Identitätstheorie: Psychische
Prozesse sind relevant für z.B. körperliches Verhalten, aber
Leib & Seele sind identisch,
praktisch in Form EINER
Substanz, die weder Materie noch Geist ist
Dualistische
Theorien sehen Leib und Seele getrennt
* Interaktionismus (Descartes):
Leib und Seele stehen in Wechselwirkung und können sich gegenseitig
beeinflussen
* Psychophysischer Parallelismus
(Leibniz)
: Ablauf des Psychischen und des Physischen in einer prästabilen Harmonie
(zwei von Gott aufeinander
abgestimmte Uhren)
* Epiphänomenalismus (Huxley)
: Physische Ereignisse können die Ursache für geistige sein,
aber nicht umgekehrt.
geistige Ereignisse
können stets naturwissenschaftlich erklärt werden.(wird
gelegentlich zu den monistischen Theorien gezählt)
Leib und Seele wirken gegenseitig aufeinander/Wechselwirkung
Leider unbeantwortet ?? Falls bekannt, bitte Info an Redaktion
Falls bekannt, bitte Info an Redaktion
Blut (Sanguis) Schleim
(Phlegma) Galle (Chole)
schwarze Galle (melan Chole)
Verarbeitung und Weiterleitung elektrischer Signalimpulse
Organklassen??
efferent : vom zentralen Nervensystem/Gehirn
wegleitend
afferent: zum zentralen Nervensystem/Gehirn
hinleitend
afferent: zum zentralen Nervensystem / Gehirn hinleitend
verbindet sensorische und motorische Funktionsbereiche direkt
Interneuron liegt zwischen sensorischem und motorischem Neuron
und verknüpft diese
Mitochondrien wandeln Energie, die beim Umsatz der Nährstoffe
mt Sauerstoff frei wird, in Adenosintriphosphat (ATP) um.
Ribosomen sitzen auf der Außenseite des endoplasmatischen
Reticulum und synthetisieren Proteine
Das endoplasmatische Reticulum ist eiine Membran zur Synthese und Transport
von Lipiden und Membranproteinen
rauhes: hat auf der Außenseite
Ribosomen
glattes: schlauchförmig, keine Ribosomen,
Funktion: Lipidstoffwechsel
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Frage 17
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Nerv besteht aus Nervenzelle und den zu- (Dendriten) bzw. wegleitenden
Nervenfasern (Axon)
Das endoplasmatische Reticulum
unbeantwortet, Antwort an Redaktion
Dendriten leiten die Nervenimpulse zur Nervenzelle hin, das Axon leitet
diese von der Nervenzelle weg
Zellform, Eigenschaft der Zellmembran (Signalerzeugung und Weiterleitung
bei Nervenzellen), Existenz von Synapsen
Dendriten nehmen die Signale auf, leiten diese zur Zelle hin, und das
Axon leitet diese Signale zusammengesetzt über seine gesamte Ausdehnung
weiter. Signale können entlang des Axons über die Ranvierschen
Schnürringe auch "springen" und dadurch auch sehr schnell übertragen
werden.
Kollateralen sind die Verzweigungen am Ende des Axons
Das Axon kann Längen bis zu einem Meter erreichen, Beispiel: Gehirn-Rückenmark
Das Wort GLIA stammt vom griech. "Kleben" ab.
Im ZENTRALnervensystem unterscheidet man Astrogliazellen
und Oligodendrogliazellen
Astrogliazellen haben folgende Funktionen
1.Stütz- und Ernährungsfunktion
2.Verbindung Blut-Kapillaren
zum Neuron
3.Blut-Hirn-Schranke
4.Aufnahme von Schadstoffen
5.Reservoir für Kaliumionen
6.Förderung des Neuronenwachstums
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Oligodendrogliazellen
1.Myelinscheiden der Nervenfasern
2.Schutz vor mechanischer
Belastung
3.Elektrische Isolation
4.Hemmung des Axonenwachstums
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Im PERIPHEREN Nervensystem: Schwann´sche Zelle,
fetthaltige Isolierung (Myelinschicht), wickelt sich um die wachsenden
Zellen, beschleunigen die Weiterleitung von Nervensignalen
Astrozyten (Art von Gliazellen) umgeben Blutgefäße im Gehirn
mit fetthaltiger Schutzschicht. Nicht-fettlösliche Stoffe können
diese Schicht nicht durchdringen. Zahlreiche Gifte und Schadstoffe sind
nicht fettlöslich, daher können diese die Blut-Hirn-Schranke
nicht durchdringen und ins Gehirn gelangen.
Vorteil: kein Eindringen von Giftstoffen
Nachteil:
Falls bekannt, bitte Info an Redaktion
Nervenzellenwachstum ist bis zur Geburt bzw. kurz danach
beendet, NZ wachsen nicht mehr nach. Gliazellen verbinden die verbliebenen
Nervenzellen, beseitigen die abgestorbenen Zellen und deren Abfall.
Astrogliazellen begünstigen, Oligodendrogliazellen hemmen das Neuronenwachstum
Gliazellen umhüllen die wachsenden Axone und bilden eine schützende,
verbindende (Blutkapillaren-Neuron) und stabiliserende Myelinschicht -
siehe Astroglia- und Oligodendrogliazellen
Wiederholung dieses Themas
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Frage 31
Die Schwann´sche Zelle liegt im peripheren Nervensystem und wird
während der Entwicklung des Embryos gebildet. Die festthaltige Isolierung
beschleunigt die Weiterleitung von Nervensignalen
Nervenfasern: Myelinscheiden (markhaltige Fasern)
/ marklose Fasern werden einfach nur umhüllt
Die Myelinschicht bildet sich während der Entwicklung des Embryos,
siehe auch vorhergehende Antwort
Die Myelinschicht umhüllt und isoliert die Axone und beschleunigt
die Impulsübertragung
Bei MS kommt es zu einer fortschreitenden herdförmigen Auflösung
der Myelinscheiden
Diese erfolgt schubweise oder chronisch progredient
Erkrankungshäufigkeit wächst mit der Entfernung vom Äquator
Symptomatik: Augenmuskellähmungen, Zentrale
Paresen, Sensibilitätsstörungen (Pelzigkeit,Kribbeln)
Psychische Befunde: häufig Euphorie, heitere Grundstimmung,später
Demenz
Autoimmundefekt: Störung des eigenen Immunsystemes, die Abwehrzellen
erkennen fälschlicherweise die eigenen Zellen als Eindringlinge und
zerstören diese
Es wird keine ausreichende Myelinschicht ausgebildet
Markhaltige Fasern sind Axone
Zell-Erkennung während
der Entwicklung
Filter- und Sieb-Funktion
für bestimmte Ionen und Molekül-Systeme
Aufnahme der Nahrungstoffe
Schutz vor schädlichen
Einflüssen
Katalysator für enzymatische
Reaktionen
Aufrechterhaltung eines
elektrischen Potentials im Zellinnern
Weiterleitung von Impulsen
Sensibilisierung bestimmter
Neuronen für spezifische Transmitter- bzw. Neuromodulatoren
In einer Phosphorlipid-Doppelschicht sind Proteine eingelagert, die
teils die Membran ganz durchqueren, teils nur in der Außenschicht
verankert sind. Viele Membranproteine bilden Kanäle oder Poren aus,
die der Kommunikation zwischen Zellinnerem und der Außenflüssigkeit
dienen.Membrandicke ca.5nm
Die Membranaußenschichten sind jeweils gegen die äußere
bzw. innere Flüssigkeit gerichtet, somit besteht eine wasserdichte
Barriere, die durch die Proteineinlagerungen gezielt durchquert werden
kann.
Pumpenproteine Transportieren Ionen und Moleküle
entgegen dem Konzentrationsgefälle durch die Membran
Kanalproteine Ermöglichen Ionen und Molekülen
den Durchtritt durch die ansonsten undurchlässige Membran
Rezeptorproteine Reagieren mit Molekülen,
die das Verhalten der Zelle beeinflussen (Hormone/Neurotransmitter)
Enzyme katalytisch chemische Reaktionen an
oder in der Membran
Strukturproteine verbinden Zellen untereinander,
halten Struktur der Membran aufrecht
manche Moleküle erfüllen auch mehrere der Aufgaben
Die Richtigkeit dieser Antwort ist leider unsicher
- Falls 100% richtige Lösung bekannt, bitte Info
per E-Mail an Redaktion
Lösung könnte sein:
Durch die Plasmamembran diffundieren ständig elektrisch geladene
Moleküle (Ionen), an welche sich die fettlöslichen Stoffe einfach
anhängen. (passiver Transport)
Ionen-Typen:
die Membran ist
K+ (positiv geladenes Kaliumion)
durchlässig (permeabel)
Cl- (negativ geladenes Chlorion)
durchlässig
Na+(positiv geladenes Natrium)
kaum durchlässig
Eiweiß-Anionen -
undurchlässig
Innerhalb der Zelle befinden sich K+ und A- Ionen
Außerhalb der Zelle befindet sich positiv geladenes Natrium (Na+)
und negativ geladenes Chlos (Cl-)
Spannungsunterschied -70mV innen (=Ruhepotential) zu 0mV außen
Das Ruhepotential beim Menschen liegt beim Menschen zwischen -55 und
-100 mV
Ionen sind elektrisch geladene Teilchen
Es käme zu einer positiven Aufladung des Zellinneren (Normalspannung
-70mV), so daß keine Übertragung von Nervenimpulsen mehr möglich
wäre.
Das reduzierte Ruhepotential führt zu einem fortwährenden
Ausstrom der Ka+-Ionen.
Ionenpumpen transportieren aktiv Na+-Ionen aus der Zelle heraus, wodurch
sich die Spannung im Zellinneren aufgrund einströmender Kalium- wieder
auf das Ruhepotential reduziert
Da die Myelinschicht an den Herden der MS zerstört ist, pflanzen
sich Impulse an diesen Stellen nicht oder nur sehr langsam fort (Myelinschicht
beschleunigt den Impulstransport)
Proteine sind Aminosäureketten
Enzyme beeinflussen katalytisch chemische Reaktionen an oder in der
Membran
Das Ruhepotential wird durch Na(+) Ionen, die ausströmen, und Kalium
(+)-Ionen, die nach Innen strömen, wiederhergestellt.
...
Chloridkanäle tragen ebenfalls dazu bei, daß die Zelle nach
der Depolarisation in den Ruhezustand zurückkehrt.
(Zimbardo, Psychologie, 5.Aufl. S.110/111)
Osmotischer Druck und die Natrium-/Kaliumpumpen
Die Kalium-Natrium Pumpe tritt nach Auslösung eines Aktionspotentiales
in Aktion und transportiert Na(+)-Ionen nach außen, sowie Kalium
(-)-Ionen nach innen. Dadurch kommt es zur Wiederherstellung des Ruhepotentiales.
(Zimbardo, Psychologie, 5.Aufl. S.110/111)
beim passiven Ionentransport diffundieren K(+) und In geringen Mengen
auch Na(+) Ionen durch die Zellmembran
beim aktiven Ionentransport findet ein Ionenaustausch über die
k-Na-Pumpe statt.
Elektrotonische Übertragung ist passive Signalweiterleitung (lokale
Potentiale), die durch externe physikalische Stimulation der Membran oder
der Dendriten oder des Zellkörpers hervorgerufen werden. Ihre Stärke
richtet sich nach dem Ausmaß der Stimulation (Auge). Die Na-K-Pumpaktivitäten
führen nicht zu einem Auslösen des Aktionspotentiales, da der
Schwellwert nicht erreicht wird.
Nur bei kurzzeitigen, lokalen Signalen, da über längere
Distanzen abschwächend und störanfällig.
Ein Aktionspotential pflanzt sich, einmal ausgelöst, selbständig fort, bis es den Bestimmungsort an den Endknöpfchen erreicht hat.
(Zimbardo, Psychologie, 5.Aufl., S.109)
Membran, Dendriten, Zellkörper, externer physikalischer Stimulus
Hyperpolarisation ist die negative Spannungssteigerung,
es wird kein Aktionspotential ausgelöst
Hyperpolarisation ist der nach dem Aktionspotential
über das Ruhepotential kurzfristig negativ hinausschießende
Wert
Stimuliert man das Axon positiv bis zu einem
Schwellwert (ca. 30mV über dem Ruhepotential), wird ein
Aktionspotential
ausgelöst (alles oder nichts Gesetz),
es kommt zu einem überschießenden, positiven Potential.Dies
nennt man Depolarisation.
keine sicher Antwort vorhanden, wer´s weiß, bitte
Mail schicken
Die relative Refraktärphase ist die Hyperpolarisationsphase beim
Auslaufen des Aktionspotentiales, also der Zeitpunkt, wenn die Spannungskurve
über die Grenze des Ruhepotentiales hinaus negativ wird, bevor diese
wieder zum Ruhepotentialniveau zurückkehrt.
Grund: Die K(+)-Tore der Membran bleiben länger geöffnet,
dadurch strömt mehr K+ aus, das Zellinnere wird negativer=Hyperpolarisation
Repolarisation ist die abnehmende Spannungsphase nach dem Überschuß
des Aktionspotentiales
Ruhepotential ----> Depolarisation der Membran bis zur Schwelle
Na(+) Tore öffnen sich ---->
Permeabilität (Durchdringung) der Membran für Na(+) steigt auf
das 500fache
es stellt sich ein Na(+) Gleichgewichtspotential von 40-50 mV ein
Diejenigen K(+)-Kanäle, die
im Ruhezustand geschlossen sind (nur wenige) öffnen sich, K(+)
strömt aus
Na(+) Tore werden schnell wieder geschlossen
---> K-Na-Pumpe arbeitet
K(+) Tore bleiben etwas länger offen,
es strömt mehr K(+) aus, Zellinnere wird negativer-Hyperpolarisation
K(+)-Kanäle schließen sich
- Ausgangszustand ist wiederhergestellt
Zellen , in denen Aktionspotentiale ausgelöst werden können
Das Alles-oder-Nichts-Gesetz besagt, daß ein Aktionspotential
bei Erreichen des Schwellwertes ausgelöst wird, vor Erreichen des
Schwellwertes führt eine Depolarisation bis zum Schwellwert nicht
zum "Feuern", also einem Aktionspotential
Innerhalb von Neuronen, deren Axone eine isolierende Myelinschicht haben, "hüpfen" die Nervenimpulse von Einschnürung zu Einschnürung (Ranvier´scher Schnürring), wo diese aufgefrischt werden und weiterspringen.
Aufgrund der hohen Konzentration von Natriumkanälen an den Ranvier´schen
Schnürringen müssen weniger Ionen in die Zellen strömen,
um ein Signal auszulösen. Folglich kann sich ein Aktionspotential
mit wenig Zeitverlust und geringem stoffwechselbedingtem Energieaufwand
fortsetzen.
(Zimbardo, Psychologie, 5.Aufl., S.110/111)
An den Ranvier´schen
Schnürringen ist die Dichte der Natriumkanäle höher.
Daher müssen weniger
Ionen in die Zelle strömen, um ein Signal auszulösen, folglich
kann sich das Aktionspotential
mit wenig Zeitverlust
und geringem stoffwechselbedingtem Energieaufwand fortpflanzen.
Ende des ersten Antwortblockes Stand 27.6.98 Mail?