Orientierung
Berufsbezeichnungen in der psychologischen Beratung: Wer kann was?
Orientierung im Berater-Dschungel – von Paarcoach und Heilpraktiker bis Diplom-Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater
Paarcoach, Ehetherapeut/in, Paartherapeut/in, systemische/r Berater/in, psychologische/r Berater/in:
Dies alles sind weitverbreitete, aber keine geschützten Berufsbezeichnungen, die jede/r auf die Visitenkarte
schreiben kann, unabhängig davon, ob eine objektiv und qualitativ hochwertige, fachlich qualifizierende Ausbildung
und Qualifikation vorliegt. Mit einer psychologischen „Berufsangabe“ wird so der (irreführende) Eindruck einer
besonderen fachlichen Kompetenz erweckt!
Man kann aber ein mehrere Jahre dauerndes, intensives Studium an einer Universität nicht mit ein paar Abendkursen
oder „Fortbildungsseminaren“ bei fantasievoll bezeichneten „Instituten“, „Akademien“ oder anderen Schulungsfirmen
abdecken. Wenn es so einfach wäre, könnte man sich das Psychologie-Studium gleich sparen! Wird dann auch noch
esoterischer Humbug und Firlefanz wie Schamanismus als „heilsam“ teuer verkauft, kann eine „Therapie“ bei solchen
„Heilern“ und „Beratern“ auch schwere gesundheitliche und psychische Schädigungen hervorrufen.